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Kulturtaxe und Elbphilharmonie im Fokus

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Donnerstag, den 03. November 2011 um 15:37 Uhr
Politiker sowie Kultur- und Tourismusvertreter diskutieren Hamburgs Kulturpolitik kontrovers: Brisante Themen wie Kulturtaxe, Elbphilharmonie, Wegweisungskonzept und Museumsstreit beschäftigten heute Früh beim 3. Tourismuspolitischen Frühstück insgesamt 35 Gäste aus Politik, Kultur und Tourismus im Steigenberger Hotel Hamburg. Kultursenatorin Professor Barbara Kisseler eröffnete mit ihrem Impulsvortrag zu Hamburgs Kulturpolitik die anschließende lebhafte Diskussion. „Natürlich ist es besonders die Kultur, die Touristen anzieht. Kultur ist wichtig für den Tourismusstandort Hamburg, aber auch für die Lebensqualität in dieser Stadt“, hob Kisseler hervor. Und gerade deshalb muss für Hamburgs Kultur etwas getan werden – an diesem Punkt sind sich alle Beteiligten einig.

Zur Diskussion steht aktuell die Erhebung der sogenannten Kulturtaxe. Der DEHOGA Hamburg als Vertreter der Hotellerie der Freien und Hansestadt hat diesbezüglich klare Vorstellungen: „Grundsätzlich ist eine freiwillige und zweckgebundene Abgabe von der Hotellerie denkbar“, so Niklaus Kaiser von Rosenburg vom DEHOGA Hamburg. Seit geraumer Zeit führt der DEHOGA eine Befragung zum Thema Kulturtaxe mit den Hoteliers durch. Ein großer Teil der Hamburger Hoteliers, besonders die Privathotellerie, kann sich eine freiwillige Lösung vorstellen. Da aber die Entscheidungen der Kettenhotellerie in der Regel nicht nach Hamburger Maßgaben erfolgen, wird das Aufkommen voraussichtlich nicht ausreichen. Auch der Tourismusverband bezieht eindeutig Stellung: „Bei Einführung einer Bettensteuer, Kulturtaxe oder ‚Matratzenmaut‘ wird es zwangsläufig eine gerichtliche Klärung geben müssen“, so Thomas Magold, Vorstandsvorsitzender des Tourismusverband Hamburg e. V. Magold wünscht sich aber, „dass dadurch die vielfältige Kooperationsbereitschaft zwischen Tourismuswirtschaft und Senat nicht negativ beeinflusst wird“.

Ein weiteres brisantes Thema des Vormittags war die Verkehrsanbindung zur Elbphilharmonie, die dem erwarteten hohen Zustrom von Konzertgästen und Touristen gerecht wird. „Diese sollte rechtzeitig geplant und umgesetzt werden“, so Kisseler. Dem stimmt der Vorsitzende des Tourismusverband zu: „Eine ausreichende Verkehrsanbindung erst umzusetzen, wenn die Elbphilharmonie in Betrieb ist, würde zum Chaos führen. Schließlich wollen wir doch alle, dass es zur beziehungsweise ab der Eröffnung dieses Leuchtturms für Hamburg nur noch gute Nachrichten gibt“.

Quelle: Tourismusverband Hamburg e. V. (TVH)

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