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Landesjugendjazzorchester zu Gast in Penzlin

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Mittwoch, den 29. Juli 2015 um 17:59 Uhr
Auch in diesem Jahr darf der schon zum Kult gewordene Auftritt des Landesjugendjazzorchesters in der Reihe „Musik aus MV“der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern nicht fehlen. Unter der Leitung von Michael Leuschner spielen die jungen Musiker am Freitag, den 31. Juli um 19:30 Uhr ein abwechslungsreiches Programm, mit Werken von Fats Waller bis Jimmy Smith. Für das Konzert im Innenhof der Burg Penzlin konnte der amerikanische Jazzorganist Jon Hammond als Gast gewonnen werden.

Das Landesjugendjazzorchester MV ist ein 1998 ins Leben gerufenes Projekt des Landesmusikrates M-V e. V. und gibt den talentiertesten Nachwuchsjazzern des Bundeslandes eine hervorragende Plattform des gemeinsamen Musizierens.  Interessierte junge Musiker im Alter von 14 - 26 Jahren haben hier die Möglichkeit, unter professioneller Anleitung das musikalische Zusammenspiel in einem Jazzorchester und die Grundlagen der Improvisation zu erlernen, sich mit anderen weiter zu entwickeln und überregional zu präsentieren. In klassischer Bigband-Besetzung (5 Saxophone, 4 Posaunen, 4 Trompeten, Rhythmusgruppe) wird jedes Jahr in zwei Arbeitsphasen und regelmäßigen Sectionproben ein Programm erarbeitet, dem eine musikalische Thematik zu Grunde liegt. Eine zusätzliche Vertiefung entsteht durch das Begleiten von international anerkannten Solisten. Das LaJazzO M-V ist mittlerweile zu einem musikalischen Aushängeschild des Bundeslandes geworden und regelmäßiger Gast bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Schon vielen, heute erfolgreichen Profi-Musikern diente das Orchester als Sprungbrett. Das LaJazzO MV wird vom Kultusministerium und dem NDR gefördert und erhielt 2007 den Kulturpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Der in Hamburg lebende Trompeter und Jazzdozent Michael Leuschner bekam seine Ausbildung an der University of North Texas. Er erhielt den „Bachelor in Jazz Studies“ und den „Master in Trumpet Performance“ (Klassik). Als Nebenfach studierte er Jazzpädagogik und wurde parallel zum Studium mit der Leitung von Jazzensembles betraut. Seit 1992 ist er regelmäßig Gastmusiker in der NDR Big Band, wirkte bei Produktionen des Deutschen Schauspielhauses mit und spielte Filmmusik mit den Hamburger Symphonikern. Er ist Mitbegründer der Hamburger „Count Pauli Big Band“, des Trios „Feld Neun“ und der konzertanten Lesung mit Christian Brückner: „Prince of Darkness“, eine Hommage an das Lebenswerk von Miles Davis.

Jon Hammond, Sohn des berühmten Plattenproduzenten John Hammond, studierte am renommierten Berklee College of Music in San Francisco. In der Jazz- und Bluesszene ist er vor allem als Gitarrist bekannt, beherrscht aber auch die Instrumente Akkordeon, Klavier und vor allem Jazzorgel perfekt. Seine Karriere startete er bereits mit zwölf Jahren, zuerst als Solo-Akkordeonist, später dann an der Hammond-Orgel. Er leitet seine eigene Radioshow „Jon Hammond's Afternoon Slide“.

Die Burg Penzlin steht in historischem Zusammenhang mit einer aus dem 9. Jahrhundert stammenden slawischen Wallburg, die als Vorburg diente. Als Vorläufer der Alten Burg gelten Baureste des Schlosses der Fürsten zu Werle aus dem 13. Jahrhundert. Ebenso wie die Fundamente der imposanten Penzliner Marienkirche sind auch diese Zeugnisse der Ostkolonisation und der damit verbundenen Christianisierung der heidnischen Slawen. Im 15. Jahrhundert gelangte das Geschlecht derer von Maltzan in den Besitz der Burg. Im Jahre 1812 wurde zwischen den Wällen der slawischen Wallburg die „Neue Burg" als Ersatzbau für die Alte Burg errichtet. Schon 1881 konnte die im Ergebnis zahlreicher Umformungsprozesse eigentümliche Burggestalt der Alten Burg das wissenschaftliche Interesse des bekannten Begründers der Burgenforschung Otto Piper (1841 - 1921) auf sich ziehen, der den Ruf der Burg als herausragendes Geschichtsdenkmal maßgeblich mitbegründete. Heute bildet die Alte Burg derer von Maltzan nach umfangreichen Rekonstruktionsarbeiten mit ihrem slawischen Wall, dem Burghof, dem Burggarten sowie Resten der alten Stadtmauer wieder eine in sich geschlossene Anlage.
 
Quelle: Festspiele Mecklenburg-Vorpommern gGmbH

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